Das EEW-Modul 4 „Energie- und ressourcenbezogene Optimierung von Anlagen und Prozessen – Premiumförderung und Dekarbonisierungsbonus“ ist ein eigenständiges Modul der Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (EEW) und richtet sich an Unternehmen jeder Größe, die umfassende und technologieoffene Effizienz- und Klimaschutzmaßnahmen an ihren Produktionsanlagen und Prozessen umsetzen wollen. Das Modul fördert neben der klassischen Prozessoptimierung auch transformative Ansätze, bei denen Treibhausgasemissionen systematisch und über Mindeststandards hinaus reduziert werden.
Im Rahmen der Premiumförderung werden Prozess- und Verfahrensumstellungen, Maßnahmen zur Nutzung von Prozessabwärme, Effizienzsteigerungen an Anlagen zur Wärmeversorgung, Kühlung und Belüftung sowie zur Energie- und ressourceneffizienten Bereitstellung von Prozesswärme oder -kälte unterstützt. Dazu können auch die Reduktion von Energie- und Ressourcenverlusten im Produktionsprozess, Elektrifizierungsmaßnahmen sowie der Einsatz von erneuerbaren Energien und Wasserstoff gehören. Wichtig ist die technologieoffene Ausgestaltung: Es sind nicht nur festgelegte Anlagentypen förderfähig, sondern jede technische Lösung, sofern sie im Rahmen eines detaillierten Einsparkonzepts einen Klimaschutz- und Ressourcensprung belegt.
Der Fördersatz beträgt bis zu 45 % der Investitionskosten für kleine Unternehmen, 35 % für mittlere und 25 % für große Unternehmen. Darüber hinaus kann für besonders klimafreundliche Maßnahmen – insbesondere Abwärmenutzung, Elektrifizierung und Wasserstoffanwendungen – ein zusätzlicher Dekarbonisierungsbonus von bis zu 10 % auf die förderfähigen Kosten gewährt werden. Die Förderung ist auf maximal 20 Mio. € pro Vorhaben begrenzt und orientiert sich an der jährlichen CO₂-Einsparung. Die Antragstellung erfolgt online über das BAFA oder alternativ als KfW-Kredit mit Tilgungszuschuss und muss vor Beginn der Maßnahme eingereicht werden.
Für die Premiumförderung ist ein qualifiziertes Einsparkonzept erforderlich, das nach DIN EN ISO 50001 oder EMAS erstellt und von einem unabhängigen Energieeffizienz-Experten bestätigt wird. Das Modul unterstützt Unternehmen dabei, echte Innovationssprünge sichtbar und finanziell attraktiv zu machen und einen nachhaltigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Wirtschaft zu leisten.









