Der 1. Innovationswettbewerb „Energiequartiere“ ist ein Förderaufruf des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) im Rahmen des 8. Energieforschungsprogramms und wird über den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt. Gefördert werden innovative Verbundprojekte, die bestehende Stadt- und Wohnquartiere in Deutschland zu energieeffizienten, klimaverträglichen und widerstandsfähigen Energiequartieren weiterentwickeln und dabei technische, bauliche, wirtschaftliche und soziale Aspekte zusammenführen.
Im Mittelpunkt stehen ganzheitliche Konzepte für Bestandsquartiere, die etwa die Kopplung der Sektoren Strom, Wärme und Mobilität, den Einsatz erneuerbarer Energien und Speicher, digitale Energiemanagementsysteme sowie neue Geschäfts- und Beteiligungsmodelle im Quartier kombinieren. Gefördert werden sowohl die konzeptionelle Planung als auch die praktische Umsetzung und der optimierte Betrieb im realen Quartier, einschließlich Monitoring, Auswertung und Übertragung auf weitere Standorte.
Der Wettbewerb richtet sich an Verbünde aus Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, Energieversorgern und Stadtwerken, Kommunen und kommunalen Unternehmen, Technologieanbietern, Start-ups, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Entscheidend ist, dass Praxispartner mit direktem Quartiersbezug (z. B. Wohnungsunternehmen oder Kommunen) und wissenschaftliche Partner eng zusammenarbeiten, um praxistaugliche und übertragbare Lösungen zu entwickeln.
Die Förderung ist phasenweise strukturiert: In der Phase DESIGN werden Konzepte und Umsetzungspläne für das Energiequartier erarbeitet, in BUILD erfolgt die Umsetzung der Maßnahmen im Quartier, und in OPERATE stehen Betrieb, Optimierung und Auswertung im Vordergrund. Je Verbund können – abhängig von der Phase – Fördermittel im Umfang von bis zu 1 Mio. € (DESIGN), 5 Mio. € (BUILD) bzw. 0,5 Mio. € (OPERATE) als nicht rückzahlbare Zuschüsse bereitgestellt werden, wobei die konkreten Förderquoten sich nach Akteursart und Förderrichtlinie zur angewandten Energieforschung richten.
Die Teilnahme am Innovationswettbewerb erfolgt in einem wettbewerblichen Verfahren mit Skizzen- und Antragsphase. Projektkonsortien reichen zunächst ihre Projektskizzen über das Förderportal easy‑Online sowie ergänzende Unterlagen ein; nach fachlicher Bewertung werden ausgewählte Skizzen zur Ausarbeitung förmlicher Förderanträge aufgefordert. Antragsfrist: Projektskizzen für die DESIGN‑Phase können bis zum 2. Oktober 2026 eingereicht werden.









