Das EEW-Modul 5 „Transformationspläne“ ist ein eigenständiges Modul der Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (EEW). Es unterstützt Unternehmen jeder Größe und Branche dabei, einen strategischen Fahrplan zur betrieblichen Klimaneutralität und Dekarbonisierung zu entwickeln. Transformationspläne dienen als Grundlage für die eigene unternehmensspezifische Klimastrategie und eröffnen Zugang zu weiteren Fördermitteln für die Umsetzung von Energie- und Ressourceneffizienzmaßnahmen.
Im Fokus steht die Erstellung einer umfassenden Treibhausgasbilanz nach GHG Protocol (Scope 1, 2 und anteilig 3), die Formulierung verbindlicher Dekarbonisierungsziele (mindestens 40 % CO₂-Reduktion in zehn Jahren, Klimaneutralität bis spätestens 2045) und die Ableitung konkreter Maßnahmen und Investitionspfade für das Unternehmen. Der Plan muss klar zeigen, wie die Klimaziele im Unternehmen strukturell und systematisch verankert werden, etwa durch Governance-Instrumente, Managementprozesse und regelmäßige Berichterstattung. Optional kann der Transformationsplan auch Risikoanalysen, Szenarienvergleiche, alternative Handlungsoptionen sowie eine Prüfung möglicher Fördermittel und Finanzierungswege enthalten.
Förderfähig sind die Kosten für externe Beratungs- und Dienstleistungen, einschließlich Messungen, Datenerhebung und Zertifizierung, sofern sie unmittelbar mit der Erstellung und Implementierung des Transformationsplans verbunden sind. Die Bürgschaft liegt bei bis zu 60.000 € pro Standort, bei Teilnahme an einem Netzwerk der Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke (IEEKN) steigen sowohl Förderquote (plus 10 %) als auch maximaler Zuschuss (bis 90.000 €). Die Förderquote richtet sich nach Unternehmensgröße: 60 % bei kleinen, 50 % bei mittleren und 40 % bei großen Unternehmen – und jeweils 10 % mehr bei Netzwerkteilnahme. Die Umsetzung muss innerhalb von zwölf Monaten abgeschlossen sein.
Die Antragstellung erfolgt ausschließlich online über das Portal des Projektträgers VDI/VDE Innovation + Technik GmbH. Die klassische Beantragung über BAFA oder KfW ist hier nicht möglich. Das Modul bietet Unternehmen damit einen strukturierten und förderfinanzierten Einstieg in die betriebliche Transformation und schafft die Voraussetzungen für ambitionierte und nachhaltige Klimaschutzstrategien.










