Das Maritime Forschungsprogramm des Bundes fördert vorwettbewerbliche Forschung, Entwicklung und Innovation entlang der maritimen Wertschöpfungskette. Im Rahmen der Maritimen Forschungsstrategie 2025 bündelt es fünf Schwerpunkte: MARITIME.green, MARITIME.smart, MARITIME.safe, MARITIME.value und MARITIME.zeroGHG, um Wettbewerbsfähigkeit, Digitalisierung, Sicherheit sowie Klima- und Ressourcenschutz in der maritimen Wirtschaft voranzutreiben.
Unter MARITIME.green werden Projekte gefördert, die Umwelt- und Klimabelastungen der Schifffahrt und Meerestechnik reduzieren. Dazu zählen unter anderem energieeffiziente Schiffs- und Anlagendesigns, alternative Kraftstoffe und Antriebe, Emissionsminderungssysteme sowie betriebliche Optimierungen, die Kraftstoffverbrauch und Schadstoffausstoß senken.
MARITIME.value richtet den Blick auf eine nachhaltige Nutzung maritimer Räume und Ressourcen sowie auf neue, ressourceneffiziente Geschäftsmodelle. Gefördert werden beispielsweise umweltschonende Offshore-Anwendungen, innovative Meerestechnik, Lösungen für eine verantwortungsvolle Nutzung des Meeresbodens und der Küstenzonen sowie Vorhaben, die ökologische Tragfähigkeit mit wirtschaftlicher Wertschöpfung verbinden.
Mit MARITIME.zeroGHG unterstützt das Programm Vorhaben, die eine langfristig treibhausgasfreie Schifffahrt und maritime Produktion vorbereiten. Dazu gehören alternative Antriebs- und Energiekonzepte (z. B. auf Basis erneuerbarer Kraftstoffe), Gesamtenergiekonzepte an Bord, Lebenszyklusanalysen von Schiffen sowie Technologien und Betriebsstrategien, die den Weg zu einer klimaneutralen maritimen Wirtschaft ebnen.
Gefördert werden in der Regel Verbundprojekte, in denen Unternehmen der maritimen Industrie gemeinsam mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen an neuen Lösungen arbeiten. Die Unterstützung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss in Form einer Anteilsfinanzierung; Unternehmen erhalten je nach Vorhabenart und Unternehmensgröße abgestufte Förderquoten, während Forschungseinrichtungen für nichtwirtschaftliche, vorwettbewerbliche Forschung hohe bis sehr hohe Förderquoten erhalten können. Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt: Zunächst werden Projektskizzen elektronisch eingereicht und fachlich bewertet, anschließend können ausgewählte Konsortien förmliche Förderanträge stellen.










